Häute von Gestern

Ein Tag für Tag.
Kein Mund, kein Du.
Kein Wort. Ein Blick
nur ab und zu.

Die Nacht, kein Schlaf,
dafür viel Wein.
Kein Kuss, kein Sex,
höchstens allein.

Viel Lärm um nichts.
Viel Rausch, nur Traum.
Kein Gras, um sich
’nen Joint zu bau‘ n.

Viel Bauch, viel Zorn.
Kein Geld, kein Reim.
Viel Schmerz, kein Lied.
Ein einsam‘ Heim.

Die Häute von Gestern,
noch hängen sie mir
an meinen Lidern
wie‘n dunkles Tier.

Wenn ich mich nicht häute,
dann ändert es nichts.
Die Häute von Gestern.
Komm, enthäute mich.