Kaputter Glanz

Die Brust ist so eng
wie der Weg eines Königs
und sein Weg durch den Käfig –
doch er glänzt.
Und im goldenen Schnitt
sieht sein zweiter Schritt
nach dem ersten aus –
und er glänzt immer noch.

Ich hab‘ keinen Platz,
muss mich zerreißen,
ich muss raus.
Komm fahr mit mir
aus der Haut.
Fahr hinaus mit mir
oder kauf mir ‘n Boot
oder besser ‘ne alte, ‘ne abgetragene, ‘ne schöne,
eine, die denen gefällt,
den anderen.

Ich will doch nur glänzen.
Alles soll glänzen.
Wir alle wollen glänzen,
aber nicht so.
Nicht so wie die da.
Nicht so wie alle.
Nicht so wie ihr da.


Und bläst der Wind die Wolken,
häng ich mich an eine dran
und lass mich treiben
und lande irgendwann.
Irgendwo, weit weg,
in meinem Versteck.
Irgendwo, weit weg,
mein neues Versteck.
Und dort kann ich glänzen.

Ich will doch nur glänzen.
Alles soll glänzen.
Wir alle wollen glänzen,
aber nicht so.
Nicht so wie die da.
Nicht so wie alle.
Nicht so wie ihr da.