Und wo du bleibst

(Für K.)

Am Morgen fliegen die Schwalben so tief,
doch wird es heut’ nicht mehr regnen.
Ich würf’le noch Worte über’n Asphalt
und werd’ mich dann auch zu dir legen.

Ich bin so befüllt mit dem Duft deiner Haut,
den ich fortan in mir trage.
Auch wenn der Sommer das Weinlaub schon färbt,
wir zähl’n nicht die kommenden Tage.

Wo immer du hingehst, da will ich auch sein
und wo du bleibst, werde ich bleiben.
Haut an Haut liegen wir träumend im Gras
unter dem Kirschbaum und schweigen.


Wer sagt denn, dass das schon alles war,
ich habe doch noch Wünsche offen
und wenn ich zuweilen zur Narretei neig’,
das Piano, nicht ich, ist besoffen.

Ich nehm’ noch ‘nen Schluck von deiner Haut.
Die Schwalben fliegen noch tief.
Im Postkartentraum schwelgt das Abendrot,
ich schreib dir dazu ein Liebeslied.

Wo immer du hingehst, da will ich auch sein
und wo du bleibst, werde ich bleiben.
Haut an Haut liegen wir träumend im Gras
unter dem Kirschbaum und schweigen.